XXVI. INTERNATIONALES  SYMPOSION DER TEXTILKUNST
SCHÖPFUNGSWERKSTATT - KOWARY  1999

 

Zeit Ort Teilnehmer  

Ausstellungen Uber Symposion Text von Katalog Galerien Foto 

 

  


Zeit : 14 - 30 Oktober 1999

Ort :
Dom Wczasowy „Legniczanka”, ul. Spokojna 1, 58 550 Karpacz Górny (Bierutowice)  

Teilnehmer - WT Kowary  

in katalog wirklich war :
 1. Lia Altman (Rosja)  
 2. Ma³gorzata Antoszewska – Moneta  
 3. Barbara Argasiñska – £oziñska  
 4. Aleksandra Benn  
 5. Maria Bia³owolska (10xTAK)  
 6. Aleksandra Bibrowicz – Sikorska  
 7. Agata Buchalik – Drzyzga (10xTAK)  
 8. Anna Buczkowska  
 9. Bo¿ena Burgielska (10xTAK)  
10. Maria Teresa Chojnacka  
11. Ireneusz Dalecki  
12. Ewa Damborska (Czechy)  
13. Micha³ Dejnega (Ukraina)  
14. Aleksandr Drobacha (Mo³dawia)  
15. Tabea Dürr (Szwecja)  
16. Krystyna Dyrda – Kortyka (10xTAK)  
17. Aleksandra Herisz  
18. Hanns Herpich (Niemcy)  
19. Tatiana Jadczuk – Bogomazowa (Ukraina)
20. Danuta Jaworska – Thomas  
21. Anna Kobak – Pisowacka  
22. Urszula Ko³aczkowska  
23. Zygmunt £ukasiewicz  
24. Ewa £ukiewska  
25. Janusz Motylski  
26. Barbara Nachajska – Bro¿ek  
27. Krystyna Olchawa  
28. Joanna Owidzka  
29. Anna Popowa – Hy¿yñska (Ukraina)  
30. Ewa Maria Poradowska – Werszler (10xTAK)  
31. Hanna Pu³awska  
32. Ewa Rosiek – Buszko  
33. Helena Skopiñska  
34. Adela Szwaja  
35. Teresa Szuszkiewicz – Spryszak  
36. Dorota Taranek  
37. Ivanna Tokar (Ukraina)  
38. Barbara Wolfrum ( Niemcy)  
39. Anna Zaniewicka – Goliszewska  
40. Galina Zubczenko  (Ukraina)
41. Hanna ¯ywicka  
1. Lia Altman (Rosja)  
 2. Ma³gorzata Antoszewska – Moneta  
 3. Barbara Argasiñska – £oziñska  
 4. Aleksandra Benn  
 5. Maria Bia³owolska (10xTAK)  
 6. Aleksandra Bibrowicz – Sikorska  
 7. Agata Buchalik – Drzyzga (10xTAK)  
 8. Anna Buczkowska  
 9. Bo¿ena Burgielska (10xTAK)  
10.
Maria Teresa Chojnacka  
11. Ireneusz Dalecki  
12. Ewa Damborska (Czechy)  
13. Micha³ Dejnega (Ukraina)  
14. Aleksandr Drobacha (Mo³dawia)  
15. Tabea Dürr (Szwecja)  
16. Krystyna Dyrda – Kortyka (10xTAK)  
17. Aleksandra Herisz  
18. Hanns Herpich (Niemcy)  
19. Tatiana Jadczuk – Bogomazowa (Ukraina)
20. Danuta Jaworska – Thomas  
21. Anna Kobak – Pisowacka  
22. Urszula Ko³aczkowska  
23. Zygmunt £ukasiewicz  
24. Ewa £ukiewska  
25. Janusz Motylski  
26. Barbara Nachajska – Bro¿ek  
27. Krystyna Olchawa  
28. Joanna Owidzka  
29. Anna Popowa – Hy¿yñska (Ukraina)  
30. Ewa Maria Poradowska – Werszler (10xTAK)  
31. Hanna Pu³awska  
32. Ewa Rosiek – Buszko  
33. Helena Skopiñska  
34. Adela Szwaja  
35. Teresa Szuszkiewicz – Spryszak  
36. Dorota Taranek  
37. Ivanna Tokar (Ukraina)  
38. Honorata Werszler
39. Barbara Wolfrum ( Niemcy)  
40. Anna Zaniewicka – Goliszewska  
41. Galina Zubczenko  (Ukraina)
42. Hanna ¯ywicka  

Praktykanci :

1. Stefania Bogoczek
2. Joanna Cichy
3. Agnieszka Kopeæ
4. Maria Lubicka
5. Ewa Piss

Geste:

1. Prof. Irena Huml, Warszawa
2. Gertraude Seidel, Dresden, Niemcy
3. Ma³gorzata Buczek, Kraków
4. Danuta Bukowska, Wroc³aw
5. Eugen Maas, Hohelnhameln, Niemcy
6. Erika Maas, Hohelnhameln, Niemcy

 

 

    Ausstellungen

- 15.10. - individuelle Ausstellung - von  Sasza Drobacha - unter dem Titel "Mostki" [die kleinen Brücken], Webergalerie "Na Jatkach" in Breslau

- 18.10. XXV Internationale Retrospektive Ausstellung - Schöpfungswerksatatt ' 98 [WT- Kowary '98], Kreismuseum in Jelenia Góra

- 18.10. - individuelle Ausstellung - Teresa Chojnacka - "Obiekty zmienne" [die mutablen Objekte], Galerie "Promocja" in  Jelenia Góra

- 21.10. - Biennale Pan European Art "FLEXIBLE 3", Close to the body, BWA, "Awangarda" in Breslau

- 21.10. - Gruppenausstellung - "Obiekty strukturalne" [Strukturobjekte], Galerie "Design" in Breslau

-23.10. - individuelle Ausstellung - Urszula Ko³aczkowska - "¯ycie codzienne artystów w PRL und III RP" [Tagesleben der Künstler in Volksrepublik Polen und in III. Republik], Galerie "Centrum" in Kamienna Góra

- Ausstellung zur Ehre von Maria Ma³gorzata Bogucka - "Wiara i Rozum " [Glaube und Vernunft] -unter dem Patronat des Ursulinerin-Ordens in Breslau, Jan Pawe³ II - Galerie in Karpacz

 

  Uber Symposiom

Allgemeines Programm "WT - Kowary' 99"

Seminare

- "Schöpfungswerkstatt Kowary" um die Wende der Jahrhunderte
- Präsentation der Dokumentation von Teilnehmern "WT - Kowary' 99"
- "Flexible 3" Close to the body
- Vorschläge für die Ausstellung 2000
 

Werkstätte

- Realisationen und Nachforschungen mit Anwendung der gelieferten Materialien und Mittel
- Ausnutzung der Natur und Umwelt beim Schaffen
- Gemeinsame Realisationen und Werkstattvorführungen

Dokumentation

- Videofilme aus Ausführungen unter dem freien Himmel
- Fotodokumentation
- Chronik, Notizen, Errinerungen, Kritik

 SPONSORZY:
 

Zrealizowano przy pomocy finansowej
Ministerstwa Kultury i Sztuki

Sponsorem przedsiêwziêcia jest
Marsza³ek Województwa Dolnoœl¹skiego

Gmina Wroc³aw

Wspó³finansowane przez Fundacjê Wspó³pracy
Polsko-Niemieckiej ze œrodków Republiki Federalnej Niemiec  

Fabryka Dywanów "KOWARY" S.A.

Honorowy patronat
ZPAP O/Wroc³aw

  Texten von Katalog  

1. Irena Huml - Der Titel als die Auslegung der Wandlungen

2. Zofia Gebhard -  Obiekty sktukturalne (Strukturobjekte)

3. Zofia Gebhard - Agnieszka Sienkiewicz - Preis

4. Zofia Gebhard - Forum "Flexible"


Irena Huml

Der Titel als die Auslegung der Wandlungen

Motto:
Wo DASSELBE herrscht,
gibt es kein Platz für etwas ANDERES
Emanuel Levinas

 

Bie bekannte und anerkannte im In - und Ausland Veranstaltung unter dem Titel "MIÊDZYNARODOWE SYMPOZJUM SZTUKI W£ÓNA - WARSZTAT TWÓRCZY -KOWARY " (Internationales Symposium der Faserkunst - Schöpfungswerkstatt - Kowary) hat während der letzten 25 Jahre eine wesentliche Metamorphose durchgemacht. Als Symbol kann die Änderung des Titels / der Losung dienen, die diese Umwandlungen abspiegelt und sie zu erforschen und zu begründen erlaubt.

 Bevor die Veranstaltung die jetzige Form erreichte, bestand sie als bescheidenes Kunstpleinair unter dem Titel "WEBERWERKSTATT - KOWART", der mit aktuellem Datum versehen wurde. Die erste fand 1974 statt und hatte eindeutig einen örtlich beschränkten Charakter. Die Teilnehmerin waren junge Künstlerinnen, neuliche Absolventinen der Kunstakademie in Breslau. Zwei Jahre früher errichteten sie, durch Initiative von Ewa Poradowska - Werszler, die Gruppe "10 x Tak" (10 x Ja); damals begann die Geschichte des Milieus, das sich mit Kunstgewebe in Breslau und Niederschlesien beschäftigt, und der auch durch Ewa organisierten Webertreffen.

 Die Reichweite der Schöpfungstreffen  vergrösserte sich allmählich aber systematisch. Zuerst wurden die Grenzen des Milieus überschritten - erschienen sich die Künstler aus verschiedenen Teilen des Landes;  dann kammen die Autoren aus europeischem Kontinent,  jetzt ist diese Beschränkung auch nicht aktuell. Die Pleinairs wurden zum Schmelztiegel, in dem sich nicht nur die nationalen Sprachen, aber auch die plastischen, Temperamente, Stimmungen, Erfahrungen und Visionen durchmischten. Diese etnische Verschiedenheit zwang der Veranstalter, den Titel um ersten Glied zu ergänzen - das Pleinair wurde zum Internationalen Pleinairs.

 Das Ausmaß und sie die Dynamik der Veranstaltung wuchs und im Zusammenhang damit entstand die Tendenz, die Wewrkstattprobleme zu vertiefen und sich auch mit Fragen aus dem Bereich der Kunsttheorie, Schöpfungspsychologie und der neunsten plastischen Experimente zu beschäftigen. Dazu dienten die Programmdiskusionen, die Vorträge der Teilnahmer und eingeladenen Gäste, überwiegend verbunden mit visueller Übermittlung (Filme, Fotos, Dias, Drucke usw.).

Dieser Aspekt - die Entstehung des spezialistischen Diskussionskreises - verursachte, daß sich in dem Titel das Wort SYMPOSIUM zeigt.

 Wir kennen schon die Genese der zwei Bezeichnungen. Die weitere semantische und historische Analyse des sich änderten Titels wird auch interessant sein, weil diese folgende Änderungen den Änderungen des meritorischen Inhaltes der künstlerischen Zusammenkünfte entsprechen. Der Übergang von der Werkstatt- und Weberform zum Bereich der Faserkunst, die verschiedenartigste "Fasermedien" und Arten der künstlerischen Aussage umfaßt, ist der nächste Beweis für den Programmwandel und begründet die Einführung der Worte "FASERKUNST".

 Noch eine sehr wesentliche Formulierung: "SCHÖPFUNGSWERKSTATT" ist gewissermaßen eine Umgestaltung des ursprünglichen Vorhabens, d.h. des Namens Weberwerkstatt. Diese Änderung zeigt das Streben nach Lockerung der Rigorosität an, ermöglicht die grössere Freicheit, wenn es um Auswahl der Ausführungstechnik, des Materials und des plastischen Konzeptes geht, betont die Kreativität, obwohl - wichtig - auf Werkstattwerte nicht verzichtet. Diese Innovation bot den breiteren Rahmen für die grössere Zahl der Künstler an und trug zur Verschiedenheit und Vielfalt während der jedem Zusammentreffen begleitenden Ausstellung. Man soll auch die kleine Stadt - KOWARY - erwähnen, die in die Geburtsurkunde der Veranstaltungen eingetragen worden ist. Es ist wichtig, weil sich dort die die Veranstaltung unterstüzende Teppichfabrik befindet. Diese Bevormundung dauert durch die ganze Zeit, unabhängig von zahlreichen Wandeln und ökonomischen Krisen. Dieses Patronat ist ein bedeutender Faktor, sowohl für die Fabrik, als auch für die Veranstaltung. Aus der Wolle aus Kowary entstanden viele einzigartige, mit Prestigepreisen ausgezeichnete Werke, was auch dem Vorstand Ruhm eintrug.

 Entscheidend für Existenz der Veranstaltung war selbstverständlich nicht nur das Mäzenat des Unternehmens. Ohne Frau Ewa Poradowska Werszler, die ihre Zeit, Energie und Leidenschaft widmet, wären die Werkstätten unmöglich. Dank Ihrer Bemühungen "umrankte" die Werkstatt mit vielen Begleitsveranstaltungen, schaffend eine Art von Faserkunstfestival in Niederschlesien. In diesem Jahr umfaßt es: Wroc³aw, Jelenia Góra, Kamienna Góra und Karpacz (Breslau, Hirschberg, Landeshut und Krummhübel), in diesen Städten werden die individuellen und Gruppenausstellungen der Künstler aus In- und Ausland stattfinden

 Eine der Ausstellungen, unter dem Titel "Miêdzynarodowa Wystawa Poplenerowa", trägt besonderen Charakter und präsentiert die Werke aus dem vorjährigen Treffen "WT' 98". In der Reihe der übrigen Präsentationen befindet sich die Gruppenausstellung - "Wiara i Rozum " [Glaube und Vernunft] zur Ehre von Ordensschwester Maria Ma³gorzata Bogucka,  vor vier Jahren verstorbenen Mitgliederin der Gruppe "10 x Tak". Abgesehen vom künstlerischem Aspekt ist diese Ausstelung von großer Bedeutung als das vertiefte existentielle Nachdenken pro memoria von der außergewönliche Person Schwester Bogucka.

 XXVI. Internationales Symposium der Faserkunst - Schöpfungswerkstatt - Kowary schließt mit starken Akzenten das Vierteljahrhundert seiner Existenz und  öffnet zukünftige Möglichkeiten für neue und hervorragende Erscheinungen.

 

Warszawa, August  1999

Irena Huml

 


 

Zofia Gebhard

Agnieszka Sienkiewicz - Preis

 

Das Schmiedeberger Treffen beginnt mit der wichtigstenen Ausstelung, die die Ausbeute der vorjährigen Veranstaltung präsentiert. Seit 1991 wird während dieser Ausstellung den Agnieszka Sienkiewicz -Preis verleiht, der zur Ehre von der im 1991 vorzeitig gestorbenen, Mitgligerin der Gruppe "10 x Tak", Teilnehmerin der Schöpfungswerkstätte gestiftet ist.

Agnieszka Sienkiewicz war eine sensuelle, rationelle und intuitive Künstlerin. In der Weberkunst gefiel ihr am meisten der sinnliche Kontakt mit dem Material. Sie erzählte, daß sie die Wolle zu tasten liebe, sie liebte ihre Rauheit oder Glattheit zu spüren, zu fühlen, wie Geflechte und Bindungen sich in eine Ajourarbeit mit vielen Ausbeulen umwandelt, sich vorzustellen, wie der Raum sich in Durchbrucharbeit eindringt, wie diese Ausbeulen die Lichtstrahlen brechen.

Die Textilien, die sie schuf, waren georfnet, rhythmisch und harmonisch. Sie hatte nicht gern, wenn die Farbe dominierte, die Farbe war immer ein diskreter Hintergrund, ein Momochrom, ein Chrom. Die Inspiration für ihre werke kamm immer aus Intuition, das war die Inspiration, die oft zur Vision wurde. Dieser Preis ist von großer Bedeutung.

Ihre Werke sind wie ein Faden, der sich zwischen uns und denen, die aus der Welt geschieden sind, spinnt.

 

Reglement des Agnieszka -Sienkiewicz - Preises



Zofia Gebhard

Obiekty sktukturalne (Strukturobjekte)

Sowohl Textilstoffe, als auch Webertechniken können selbstständig zum Ausdruckmittel werden.

Die Verschiedenheit und das Exponieren der Oberflächenstruktur, das Verbinden der verschiedenartigsten Materialien und Methoden - Stickerei, Applikation, Geflecht:  solche Tätigkeiten sind in der Weberkunst gemein, seitdem die Künstler ihre Aufmerksamkeit auf die plastischen Eigenschaften der Materie gelenkt haben und die autonomen Werte der Ausdruckmittel, was das Wesen dieser Kunst ist, zu betonen versuchen.

Diesen Tätigkeiten ist die Ausstellung "Objekty strukturalne" gewidmet, den Verfahren, die aus dem Charakter des Stoffes und aus der Schaffensmethode Objekt und Subjekt der Kunst gemach hat, aus ihres Wesen - künstlerisches Ziel.

 Eine der ersten Künstlerinnen, die sich in  Ihrem Schaffen auf Experimenten mit dem Struktur und der Marerie des Werkes konzentriert - war und ist - Maria Teresa Chojnacka. Sie reduzierte auf das Minimum die Ausdruckmittel und beschränkt sich zu den Grundverfahren, bleibt aber zugleich den klassischen Webermaterialien und Webergeflechten treu; die Rhythmen, die Gegenüberstellungen, die Gegenüberstellungen der Rhythmen, wobei man an der Farbe spart und die Fasern sich mit natürlichem Aussehen begnügen, schufen Reliefebenen, oft sehr expressiv, beweglich und schwingend, wenn die Lichtstrallen auf sie unerwartet fallen. Bei Chojnacka wird das Minimum der Mittel zum Reichtum der Tätigkeit, die sehr suggestiv, die Vorstellungskraft bewegend, wirkt.

 W³odzimierz Cygan bleibt auch der Webertechniken treu, aber nutzt die eigenen Werkstattlösungen aus. Er verwendet die Wolle und die Jute, das Schwarz und das Gold, die Ripsgeflechte und dreieckige Kette für sein Gewebe. Wichtig ist für ihn der Kontrast zwischen dem Hintergrund und dem, was vor den Kontrast hervorgebracht wurde, wichtid ist die Oberflächenstruktur, die Farbe, die anderer Farbe entgegengestellt wird, die magischen Zeichen und die geheimnisvollen Inspirationen. Seine Weberstrukturen existieren nicht nur selbst für sich, wichtig ist das, was jenseits entsteht - wie ein Bild, das nach langem und intensivem Anblicken unter den Augenliden erscheint.

 Anna Goebel ist eine Künstlerin, die ihre Kunst aus Natur, aus dem Empfinden der eigenen Vebindung mit Natur, hinausführt, deshalb verwendet sie oft die Pflanzenstoffe, die sie vewwandelt, transformiert, den sie neue Bedeutungen schenkt: diese Stoffe werden endlich zum Baumaterial für Raumkompopsitionen. Die Struktur der Blätter, der Pflanzenfasern, oder des Papiers ist einer der wichtigsten Bedeutungsfaktoren ihres Werkes.

 Maria Bia³owolska begann ihre Arbeit mit Textilien sehr traditionell, beschäftigte sich mit Geflecht, Binden, Schönheit der Materie. Dann begann sie nach dieser Schönheit auch bei anderen Stoffen zu suchen, bleibte jedoch immer der gewissen Diskretion der Aussage, dem Kammerstil, der Stimmung, die aus den Experimenten mit Oberflächenstruktue hervorkommt, treu. In Kompositionen aus dem eigenhändig hergestellten Papier sind  für sie  die Nuancen der monochromatischen, natürlichen Farbe des Stoffes wichtig, auch die charakteristischen Reliefstrukturen.


In seinen Kompositionen verwendet Janusz Kucharski die Jacquardkartone, durch die Perforation derer durchwebt er die Fasern und schafft eigenes Ziermuster. Es entstehen die leichten, räumlichen Installationen, in denen die Gegenüberstellungen der verschiedenartigen Stoffe neue Plastische Werte bestimmen. Der Künstler verwertet auch volendete Gegenstände mit konkreter Bestimmung und verleiht inhen - durch kreative Wirkung und Unterbringung in neuem Kontext - einen vieldeutigen Sinn, in dem die ursprüngliche Bedeutung weiter gilt.

 Maria Poradowska - Werszler experimentiert mit Struktur und diese Experimente sind mit ihrer Erfahrungen aus Weberkust untrennbar verbunden. Ihre Kompositionen beruhen - von allem Anfang an -  auf rhytmischen Ordnungen der Geflechte in der Oberflächenstruktur, auf dem Zusammenspiel mit Raum und Licht. Sie benutzte verschiedene Gattungen der Fasern, ihre Besonderheiten, kontrastvolle Zusammenstellungen und monochromatische Strukturen, verschiedenartige Stoffe und der Stoffe gegenseitige Rückwirkung.

Letztens ist sie fasziniert mit der Zusammenstellung des eigenhändig hergestellten Papiers und der klassischen Webermaterialien, wie rohe Fasern oder Jute. Die intermediale Realisationen bieten ihr die neuen plastischen Möglichkeiten an, erlauben die Suche nach neuen, mit Oberflächenstruktur und Relief verbundenen Lösungen fortzusetzen

 Hanns Herpich ist ein Künstler, der sowohl konsequent der traditionellen Weberwerkstatt treu bleibt, verwendend in seinen Werken die schwierigsten Techniken, als auch unaufhörlich experimentiert; seine räumlichen Objekte, speziell und aus speziellen Fasern angefertigt, haben solche Gestalten und Farben, die das Zusammenspiel mit Raum und Licht ermöglichen, sie ändern sich, wenn sich die Beleuchtung oder der räumliche Kontext ändert. Diese komplizierten Klumpen sind eigentlich die von Hanns Herpich ausgedachten Raunstrukturen.



Zofia Gebhard

Forum "Flexible"

Diesjärigen Schöpfungswerkstätten in Kowary begleitet zum ersten Mal die Präsentation der Biennale Pan European Art - Flexible 3 "Close to the body", die von Galerie "Awangarda" in Wroc³aw organiesiet wird.

Der Initiotor der Biennale war Prof. Hanns Herpichg, deutscher Künstler, der sich mit Weberkunst zugleich traditionell und experimantatorich beschäftigt, der nach einer Methode sucht, wie die komplizierten Werkstatttätigkeiten mit der stereometrischen Form der des Raumes und Lichtes zu vereinigen.

Während der Zusammenkunft  "Wt - Kowary 91" stellte er seine Konzeption dar und zugleich bat die Breslauer Künstlerin, Ewa Poradowska - Werszler, um Hilfe bei Organisztion der Veranstaltung, infolgedessen kann  Breslau zum dritten Mal die Biennale bewirten.

Hanns Herpich schrieb im Katalog der ersten Edition von "Flexible" im 1993: "..."Flexible" ist mit traditioneller Weberkunst streng verbunden. Traditionell ist es nicht nur im Sinne der gewebten Bilder, aber auch in ganzem Umfang der verschiedenen Ausdruckformen. /-/ Es begann etwas im Gewebekunst zu geschehen. - die Freude aus dem Experiment und die Neugierde, neue Bereiche zu forsche. /-/ "Flexible" will die Tendenzen zeigen, Gewebekunst wandelbar zu verstehen, und zugleich zum Forum für die Disskusion über diese Tendenzen werden".

Der Fortschritt in der Weberkunst hatte sie von der Wand getrennt und zwang, ein autonomes Werk zu sein. Jede neue Edition von "Flexible" überrascht mit neuen Denkweisen, Formen und Stoffen, mit Reichtum der Vorstellungskraft.

 


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