XXX. Internationales Textilkunstsymposium  
 "Warsztat Twórczy - Kowary 2003"

 

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Zeit : 11 - 26 Oktober  2003

Ort :
Hotelik nad Jedlic¹“, 58 530 Kowary (Schmiedeberg) - Polen, ul. Podgórze 26.

Teilnehmer 


1.  Basiewicz Barbara
2. 
Bibrowicz – Sikorska Aleksandra
3. 
Borisch Helga
4. 
Buczek Ma³gorzata
5.  Burgielska Bo¿ena
6. 
ChojnackaTeresa
7.  Damborska Ewa
8.  Dyrda – Kortyka Krystyna
9.  Górska Krystyna
10. Hanns Herpich
11. Jaworska -Thomas Danuta
12. Klieboldt Ulrike Barbara
13.
Lindner Monika
14. £ukasiewicz Zygmunt
15. £ukiewska Ewa
16. Motylski Janusz
17. Nachajska – Bro¿ek Barbara
18. Owidzka Joanna
19. Popowa - Hy¿yñska Anna
20. Poradowska – Werszler Ewa
21. Pu³awska Hanna
22.
Schubert Anita
23.
Seidel Gertraude
24. Szuszkiewicz - Spryszak Teresa
25. Taranek Dorota
26. Werszler Honorata
27. Zubczenko Galina
28. ¯ywicka Hanna

  Ausstellungen

• 2003 - 30-lat Tkaniny Artystycznej na Dolnym Œl¹sku, 30-lecie „WT-Kowary”; 
 Jubileuszowa wystawa  - Centralne Muzeum W³ókiennictwa; £ódŸ;  10.10.2002 
Jubileuszowa wystawa - Galeria Sztuki BWA, Jelenia Góra - 21.10.2003 – 18.11.2003
• 2003 -  XXIX Miêdzynarodowa Wystawa Sztuki W³ókna  – „Kowary 2002”,
Muzeum Karkonoskie (Dom braci Hauptmannów) Szklarska Porêba - 16.10.-16.11.2003  
• 2003 -  Indiwiduel Ausstellung - Ewa Damborska "Œwiat³a, cienie, odblaski”; Galeria Tkacka „Na Jatkach” Wroc³aw - 11.10.2003.- 11.11.2003  
• 2003 - Indiwiduel Ausstellung Aleksandra Bibrowicz – Sikorska „Wiatr od morza”; Galeria „Smyrna” ( w hotelu „Smyrna”) Kowary - 14.10.2003- 24.10.2003
• 2003 - „Z krosna do Krosna”  II Biennale Artystycznej Tkaniny Lnianej; Galeria w Domu Kultury Kowary - 14.10.2003- 26.10.2003
• 2003 - Indiwiduel Ausstellung - Anna Olczyk – Kocik „Rytm i faktura w tkaninie”; Galeria „Promocje” Jelenia Góra - 16.10.2003 – 16.11.2003
• 2003 - Indiwiduel Ausstellung - Anna Kobak-Pisowacka  „B³êkitna” (wystawa memorialna); Muzeum Tkactwa Dolnoœl¹skiego, Kamienna Góra - 18.10.2003.- 15.01.2004
• 2003 -  Indiwiduel AusstellungTeresa Szuszkiewicz – Spryszak „Kowarskie impresje”; Muzeum Tkactwa Dolnoœl¹skiego, Kamienna Góra - 18.10.2003. – 30.11.2003 
• 2003 - Indiwiduel Ausstellung - Ewa Maria Poradowska – Werszler „Misterium w³ókna”Galeria „Centrum” Kamienna Góra - 18.10.2003 – 18.11.2003
• 2003 - Indiwiduel Ausstellung - Joanna Owidzka
„Warsztat i wyobraŸnia”; Galeria „im. Jana   Pawe³a II”, Karpacz - 19.10.2003 – 20.11.2003

  Uber Symposion

ALLGEMEINE INFORMATION

Kuratorin:
Stiftung für die Förderung der Breslauer Textilkunst
Kurator: Prof. Ewa Maria Poradowska -Werszler
POLEN;  51-604 Wroclaw, ul. Cieszkowskiego 10 a,  Tel./Fax +48 (71) 3480822 oder 3443878

Titel: XXX. Internationales Textilkunstsymposium  "Warsztat Twórczy - Kowary 2003"
Dauerzeit: 11.10 - 26.10. 2003
Ort: „Hotelik nad Jedlic¹“, 58 530 Kowary (Schmiedeberg) - Polen, ul.Podgórze 26.
Doppelzimmer und Verpflegung.   
Anzahl der Teilnehmer: 26- 28 Personen 
Aufenhaltskosten
330 EU oder 350 USD

Empfänger
Am Symposium können die Künstler beteiligen, die ihre Werke aus Textil- Pflanzen- oder "weichen" Materialien realisieren und werden eine Arbeit - aus der während des Symposiums gelieferten Stoffen - für die Gruppenausstellung im Jahr 2003 vorbereiten.

Beteiligungsbedingungen
Partizipation an Aufenthaltskosten, fällig vor dem Beginn der Veranstaltung, Termin bestimmt der Veranstalter. Zahlungsbedingungen in der Einladung 
Den Vorrang haben Künstler, die am ganzen zweiwöchigen Programm beteiligen wollen.
Präsentation der eigenen Werke (Dias, Videofilme, Kataloge, Fotos)
Beteiligung an Werkstattarbeiten und Seminarien
Beteiligung an der Ausstellung "Textilkunst - Kowary 2003" im nächsten Jahr
Personen, die das Symposium auf ein paar Tage besuchen wollen, können im Hotel "Smyrna" in Kowary wohnen (Einelzimmer mit Frühstück - 90 PLN pro Tag)
Die Anmeldungen soll man bis 10. 07. 2003 schicken, um die Zimmer rechtzeitig zu reservieren

Ziel
Fortsetzung der traditionellen Treffen.
Gemeinsame Suchen auf dem Gebiet der natürlichen Webermaterialien, Strukturen, Techniken, Austausch der Werkstatterfahrungen.
Vorführungen und Werkstattübungen.
Anknüpfen der gegenseitigen Kunstkontakte.
Versorgen der Künstler mit Webermaterialien.

Thema des Symposiums
"Quelle" (Römisches Triptik, Johann Paul II)

 

Seminarien
Besprechung des Themas "Quelle"
Präsentation der Dokumentation aus "WT - Kowary 2002"
Präsentation der CD - Dokumentation "30 - Jahre von WT - Kowary"
Präsentationen der Kunstdokumentation der beteiligten an "WT - Kowary" Gäste
Reflexion über das Schaffen von Wanda Bibrowicz aus Anlaß ihres 50. Totestages und des
100. Jahrestages der Weberwerkstatt an der Kunstakademie in Breslau (1954 - 2004)

Ausländischer Ausflug
Gobelins aus Brüsseler Manu- fakturen in Sammlungen in Nachod (Tschechen), Museum - Schloß in Nachod

Werkstätte
Werkstattarbeiten bei Anwendung der verschiedenartigen Materialien: Faser, Pflanzen, Papier
Realisation unter freiem Himmel, der Titel "Quelle"

Dokumentation
Videodokumentation der Tätigkeit unter freiem Himmel, Fotodokumentation, Chronik, Erinnerungen, Notizen

 

Text von Katalog 

         

Schmiedeberger Klimate

Die Stadt Kowary, gelegen in schöner niederschlesischer Landschaft, am Fuß des Riesengebirges, hat während der letzten 30 Jahre den Ruhm im Milieu der polnischen und ausländischen Textilkünstler erworben. Die auf diesem Gebiet tätigen Künstler, die immer öfter verschiedene neue Tendenzen der modernen bildenden Kunst annahmen, fanden bei diesen Schmiedeberger Treffen und Symposien ein günstiges Klima für schöpferisches Suchen, den Erfahrungsaustausch und neue Freundschaften. Jeder Aufenthalt in Kowary war reich an unentbehrlichen Anregungen für die Erschaffung neuer Impulse. Die Treffen, die zuerst einen lokalen Wirkungsbereich gehabt hatten, gewannen im Laufe der Jahre den Rang einer internationalen, mit Diskussions-symposien verbundenern Schöpfungswerkstätte. Diese Symposien bereicherten die realisierten Programme durch theoretische Begründungen und kritische Reflexionen. Das Ganze ergänzten Ausflüge in die nahe liegenden historischen Städtchen.

Den Charakter der Treffen bestimmten mehrere Faktoren. Eine bedeutende Rolle spielte die niederschlesische herbstliche Landschaft, die für die seit Oktober 1974 organisierte Veranstaltung einen idealen Hintergrund schuf. Die gebirgige, mit Laubwäldern bedeckte Umgebung wirkte mit verschiedenen, vom aktuellen Wetterstand abhängigen Stimmungen und Klimaten. Meistens betonte das herbstliche, krasse Sonnenlicht  die Tiefe der gelben, grünen und braunen Farben, die so typisch für den goldenen Herbst sind; ein andermal zeigte sich eine mit Nebel verhüllte Landschaft oder grauer, mit dunklen, niedrig schwebenden Wolken umzogener Himmel, manchmal zerzauste der Wind die Zweige der Bäume, es konnte auch geschehen, daß überraschend der Winter einbrach und Schnee kam. Dieses sich ständig ändernde Kleid der Gebirgsnatur wurde zum charakteristischen Merkmal der aufeinanderfolgenden Treffen, zum Objekt der Kontemplation, es bewog zum vertieften Nachdenken über ästhetische und existentielle Probleme; die Natur bot immer eine Inspiration zu entstehenden Skizzen und Werken. 

Ein anderer Faktor, den wir erwähnen müssen, ist der örtliche genius loci. Kowary (Schmiedeberg). Die ganze Umgebung hat eine sehr lange Tradition der Weberkunst, die mit der niederschlesischer Leinenindustrie verbunden war. Dieses Handwerk, bekannt seit der Neuzeit, entwickelte sich zu einer Blüte im XVII und XVIII Jahrhundert, die niederschlesischen Textilerzeugnisse waren überall in Europa bekannt und wurden in vielen Ländern gekauft. Vielleicht hat hier der Geist jahrhundertelanger Tradition eine wichtige Rolle gespielt und wir hoffen, daß unter diesem Patronat die gegenwärtige Textilkunst weiter gedeihen wird.

Aber besonders wichtig für die Wahl des Ortes und für die Dauer und das Funktionieren der Schmiedeberger Treffen ist die Anwesenheit der Teppichfabrik "Kowary". Alle ihre Direktoren befürworteten die ehrenvolle Idee, die Kontakte zwischen den Künstlern und der Industrie anzuknüpfen. Dank diesem Patronat entstand eine für die Veranstaltung vorteilhafte ökomomische Atmosphäre. Das äußerte sich u. a. durch das kostenlose Überlassen des wertvollen Materials, d.h. der für die Gobelinarbeiten unentbehrlichen Qualitätswolle, die damals fast nicht zu erhalten war. Die vieljährigen Verbindungen bestanden auch darin, daß die retrospektiven, individuellen Gruppenausstellungen in der speziell dafür organisierten Betriebsgalerie präsentiert wurden. Allmählich begannen diese Präsentationen über die Grenzen des Betriebes und der Stadt hinauszuwachsen. Sie fanden nun auch in den nahe gelegenen Galerien, Museen und Kulturhäusern statt. Sie förderten das Kulturleben der lokalen Gemeinschaften und veranschaulichten ihnen die Problematik der zeitgenössischen Kunst. Diese Tendenz nahm ständig an Kraft zu und von Jahr zu Jahr stieg die Zahl der Ausstellungen, besonders der paralellen Begleitausstellungen. Die Veranstaltungen wurden stufenweise zum Textilkunstfestival in den wichtigsten niederschlesischen Zentren: Breslau, Hirschberg, Waldenburg, Landeshut.

Die obengenannten, sozusagen "äußeren" Umstände, wie schöne Natur, örtliche Webertradition, oder die Unterstützung der Teppichfabrik, waren bedeutend, aber nicht entscheidend für das schöpferische Klima und die innere Dynamik der Wirksamkeit. Die entscheidende Rolle ist  der Veranlasserin und Hauptveranstalterin Ewa Poradowska - Werszler zugefallen und sie übernahm diese Rolle unaufhörlich seit 30 Jahren. Die aktive Künstlerin findet die Zeit und die Energie, um sich nicht nur um die regelmäßige Organisation der Treffen zu kümmern, sondern auch um die meritorischen Werte und die Haltungen der Teilnehmer zu bestimmen.

Jedes Treffen bildete eine andere Gemeinschaft, obwohl sie sich aus Künstlern derselben Speziafikation zusammensetzte. Der Zusammenhalt jeder Gruppe war vom Arbeits- und Motivationsklima abhängig, Rivalitäten bei der Verwendung ähnlicher Inspirationen waren auch nicht ohne Bedeutung. Außer Textilkünstlern, die sich nicht nur mit traditionellen Techniken beschäftigen, sondern auch mit Büttenpapier, Batik und mit Malerei auf dem Seidenstoff experimentieren, beteiligen sich an den Treffen auch Maler und Bildhauer, was eine neue Einstellung zur Farbe, Form und Oberflächenstruktur ermöglicht. Die Verschiedenheit der Kunsthaltung, Erfahrungen,  und das Suchen nach neuen Anschauungen, auch der Temperamente, bildeten eine Bühne für die Vorführungen, Vergleiche und Konfrontationen. Diese Atmosphäre förderte das Nachdenken und die allseitigen Auseinandersetzungen. Wesentlich waren selbstverständlich die persöhnlichen Verhältnisse, das Anknüpfen der Bekanntschaften zwischen Teilnehmern der verschiedenen Mutter- und Kunstsprachen, ihre späteren Kontakte und Freundschaften, was erlaubte, die Stereotypen beim Beurteilen anderer Nationen abzuweisen, darunter die nicht immer positiven Urteile über unser Land. Direkte Nähe, gemeinsame Arbeit, ständiger (manchmal sogar dreiwöchiger) Kontakt  mit der Gruppe, also der Aufenthalt im Kreis positiver Wirkungen, bestimmen die individuelle Atmosphäre der einzelnen Treffen. Es haben  30 Treffen stattgefunden, an denen fast 200 Künstler beteiligt waren. Immer unter der Leitung von Ewa. Das Phänomen der Schmiedeberger Stimmungen und der Erwerb der Erfahrungen durch die Symposien verlangt dringend Bearbeitung, die nicht nur den rein künstlerischen Aspekt analysiert, aber auch die psychologischen und soziologischen Bedingen des Schaffens berücksichtigen soll.

Heute zweifelt niemand, daß der Zyklus der Schmiedeberger Symposien eine Ausnahmeerscheinung im polnischem Kunstleben der letzten dreißig Jahre ist und wesentlich zur Integration des polnischen Textilkunstmilieus mit europäischer Schöpfungsgemeinschaft beigetragen hat.

 

Prof. Irena Huml


Geheimnisse der Zeit

Im Frühling 1974 kam ich zum ersten Mal nach Kowary (Schmiedeberg). Das am Fuß des stolzen und teilweise noch mit Schnee bedeckten Riesengebierges gelegene Städtchen war von Sonnenglanz umstrahlt und ganz grün. Hier fühle man schon den heranziehenden Sommer. Ich konnte nicht sofort ins Stadtzentrum fahren, um die zahlreichen Baudenkmäler zu besichtigen und die am Scheideweg stehende Figur Johann von Nepomuk zu begrüßen. Ich eilte in die Teppichfabrik "Kowary". Das war Hauptziel meiner Reise. Ich ahnte, daß ich dort eine Zauberwelt für Textilkünstler entdecke. Und ich habe mich nicht geirrt.

Das Wohlwollen und die Geselligkeit des damaligen Direktors - Stanis³aw Dziedzic - und die geistige Unterstützung von Bo¿ena Burgielska (seit 1978 Mitglied der Kunstgruppe '10 x Tak') erlaubten mir, das Risiko auf sich zu nehmen, und das erste Webertreffen für die Breslauer Kunstgruppe '10 x Tak'  zu veranstalten.

Im Herbst kamen die Breslauer Textilkünstlerinnen nach Kowary, die Treffen wurden später als 'Weberwerkstätte"  (WT - Warsztaty Tkackie) oder "Symposium" bezeichnet. Die Weberinnen konnten die Wolle direkt an den Webstühlen sortieren. Der Eindruck war betäubend, es schien uns, daß wir "über die Schwelle des Paradieses getreten hatten". Im Handel waren solche Materialien nicht erhältlich. Die Wolle flimmerte mit verschiedenen Farben, inspirierte und entzückte.

In nächsten Jahren vergrößerte sich die Zahl der an den Treffen beteiligten  Künstler und die Treffen selbst begannen anerkannt zu werden - die Information über dieses Kunstereignis verbreitete sich  Blitzschnell, in dem kleinen, lieblichen, niederschlesischen Stadt zeigten sich berühmteste Schöpfer. Als Hintergrund für diese Symposien dienten Herbstlandschaften, goldene Blätter, Kastanienteppiche, silberige Nebel über Feldern und hier und dort schwebendes Mariengarn. Der Duft der verbrannten Blätter und der über die Hügeln ziehende Qualm schufen eine sehr spezifische Atmospfäre, reizten die Vorstellungskraft.

Aber nicht nur die Umgebung bestimmte die Arbeit der Textilkünstler. Wichtiger war die Freigebigkeit der Spender, vor allem  - der aufeinanderfolgenden Direktoren und Vorsitzenden aus Teppichfabrik. Sie interessierten sich immer persönlich fürs Programm von 'WT' und lieferten die für Kunstarbeit notwendigen Materialien. Teppichwolle ist weiter ein attraktiver Stoff in der Textilkunst.

Die Künstler vergalten mit ihrem Schaffen. Ihre hervorragenden Werke wurden während zahlreicher Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Sie wurden zu Botschaftern der berühmten Fabrik und der 760-jährigen Stadt..

Trotz der ökonomischen, politischen und lebenswirklichen Probleme, an welchen in Polen nie Mangel gewesen ist, reicht die Tradition des Treffens in Kowary ohne Unterbrechung 30 Jahre zurück.  und Textilkunst in Kowary unaufhörlich.

Heute ist es unsvorstellbar, daß sie ganz spontan und ungeplant entstanden. Auch polnische Weberkunst wäre ohne diese Veranstaltung undenklich.

Die Zeit des Entstehens hat ihre Uhr und ihren Kalender. Für Künstler, die nach Kowary kommen, verfließt die Zeit vom Herbst zum Herbst im nächsten Jahr. Die im Herbst begonnenen Arbeiten wachsen in Ateliers, damit sie nach einem Jahr als reife Werke während der Gruppenausstellung gezeigt werden können.

Im Laufe der Jahre wandelten sich die Schmiedeberger Treffen  in ein Diskussionsforum um, die Schöpfer tauschten dort Werkstatterfahrungen und künstlerische Meinungen aus. Sie präsentieren dort ihre technischen Errungenschaften und die Dokumentation ihres Schaffens.

Neben den traditionellen Weberarbeiten begann man mit dem Büttenpapier experimentieren (dank dem Patronat der Papierfabrik in D¹brownica), dank dem Leinenbetrieb "Orze³" in Mys³akowice gewannen die Teilnehmer den Zutritt zu neuen Materialien.

Der unwiderstehliche Wille, die Werke zu schaffen und zu präsentieren, zwang zur Veranstaltung vieler Ausstellungen im Hirschberger Talkessel und in Breslau. Das waren immer außergewöhnliche und originelle Ereignisse für die sich, die ortlichen Galerien engagierten und für die Textilkunst ein neues Milien schufen.

Die andauernde europäische Integration hat verursacht, daß Kowary seit 30 Jahren zum immer wichtigeren Ort auf der polnischen und kontinentalen Kulturkarte wird, zum Herz der schöpferischen Leistungsfähigkeit. Die Sprache der internationalen Verständigung ist die Kunstsprache, die das Geheimnis der Vergangenheit in sich einschließt.

 

Ewa Maria Poradowska – Werszler

seit 1974 Generalkuratorin des Symposiums ‘WT – Kowary’



 

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